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Lektion 2 von 11
Dein zweiter Kursschritt
Lektion 2 · Die Bibel ca. 12 Minuten

Kann man der Bibel vertrauen?

Was ist so besonders an der Bibel?

Die Bibel – verstaubt und veraltet? Oder tatsächlich ein Buch, dem du vertrauen kannst? Ein Kernelement des christlichen Glaubens und die Basis für eine echte Beziehung zu Gott ist das Vertrauen auf sein Wort. Es ist wie das Fundament eines Hauses.

Aber kann die Bibel bei ihrem hohen Alter überhaupt noch zeitgemäß sein? Verdient sie wirklich Vertrauen – und warum betrachten Christen sie nicht nur als ein Buch mit einigen wertvollen Gedanken, sondern als Gottes Wort? Warum enthält sie nicht nur Wahrheit, sondern ist tatsächlich die Wahrheit?

Genau darum geht es in dieser Lektion. Wir schauen uns an, was die Bibel eigentlich ist, warum sie außergewöhnlich ist und welche Gründe dafür sprechen, ihre Aussagen ernst zu nehmen.

Wenn du wissen willst, wie ein Mensch auf besondere Weise die Kraft der Bibel erlebt hat, schau gerne auch in das Lebenszeugnis „Alkoholabhängigkeit: Vom Absturz zur Hoffnung“ .

Kann man der Bibel vertrauen? Zum Nachlesen

Du kannst die wichtigsten Gedanken dieser Lektion hier in deinem eigenen Tempo lesen und prüfen.

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Die Textfassung ist die aktuelle Hauptversion der Lektion. Wenn du lieber zuschaust und zuhörst, kannst du ergänzend die Video-Version nutzen.

01 · Was ist die Bibel?

Was ist so besonders an der Bibel?

Warum sollte die Bibel einzigartig sein? Warum sollte sie dein Vertrauen verdienen, obwohl viele Menschen sie für ein altmodisches und überholtes Buch halten?

Vielleicht denkst du: In der Bibel stehen sicher gute Gedanken – aber warum sollte sie deshalb Gottes Wort oder sogar verbindliche Wahrheit sein? Diese Frage ist wichtig. Schauen wir deshalb zunächst einmal genauer hin, was für ein Buch die Bibel überhaupt ist.

Übersicht über den Aufbau der Bibel mit Altem und Neuem Testament

Die Bibel ist „ein“ Buch, besteht aber aus insgesamt 66 Einzelbüchern. Dabei gibt es zwei große Teile: das Alte Testament und das Neue Testament.

Das Alte Testament

Die Bibel startet im Alten Testament mit der Erschaffung der Welt. Wir werden im Laufe dieses Kurses noch darauf zu sprechen kommen.

Im ersten Teil der Bibel geht es in besonderem Maße um die Geschichte Israels als Gottes auserwähltem Volk. Das Alte Testament enthält Gesetze und Gebote, geschichtliche Darstellungen, Lieder und Gedichte sowie prophetische Texte. Und:

Es zeigt Grundprinzipien darüber, wie Gott ist, wie er mit Menschen umgeht und wie Menschen mit Gott umgehen sollten.

Das Neue Testament

Das Neue Testament startet mit den vier Evangelien. Danach folgt mit der Apostelgeschichte ein Bericht über die Anfänge der christlichen Gemeinde.

Es folgen verschiedene Briefe, unter denen die Briefe des Apostels Paulus zahlenmäßig besonders herausragen.

Die Bibel endet schließlich mit der Offenbarung – einem Buch voller prophetischer Bilder und mit einem Ausblick in die Zukunft.

02 · Selbst entdecken

Wie starte ich, wenn ich in der Bibel lesen will?

Zwei Menschen lesen gemeinsam in der Bibel

Bei der Bibel ist es nicht zwingend notwendig, sie von der ersten bis zur letzten Seite in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen.

Bei einem Thriller würdest du wahrscheinlich nicht mittendrin anfangen. Bei der Bibel ist das möglich, weil sie zwar eine große zusammenhängende Geschichte erzählt, zugleich aber aus vielen einzelnen Büchern und Texten besteht.

Wenn du parallel zu diesem Kurs schon einmal auf eigene Faust in der Bibel lesen möchtest, fang am besten mit dem Neuen Testament an. Besonders gut eignen sich zunächst die vier Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, in denen das Leben und Wirken von Jesus Christus beschrieben wird. Damit bist du sofort im Kern der biblischen Botschaft.

Praktischer Tipp

Du kannst die Bibel natürlich als Buch lesen. Über die YouVersion Bible App kannst du verschiedene Bibelübersetzungen auch auf deinem Smartphone nutzen.

Zur YouVersion Bible App →

Externer Link. Beim Aufruf verlässt du diese Website; anschließend gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters.

03 · Die gute Nachricht

Was bedeutet eigentlich das Wort Evangelium?

Das Wort „Evangelium“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gute Nachricht“ oder „frohe Botschaft“. Und genau darum geht es.

Die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes berichten über Jesus Christus und setzen dabei teilweise unterschiedliche Schwerpunkte. Dass gleich vier Bücher des Neuen Testaments sein Leben und Wirken zum Hauptthema haben, macht deutlich, welche zentrale Bedeutung Jesus Christus für den christlichen Glauben hat.

Um die Bedeutung von Jesus Christus wird es ausführlich in Lektion 8 dieses Kurses gehen: „Wer ist Jesus Christus?“

Auf der Grundlage der Person Jesu und dessen, was er für uns getan hat, beschreibt das Neue Testament auch, wie ein Leben mit Gott aussehen kann. Außerdem richtet es an verschiedenen Stellen den Blick in die Zukunft.

Zoomen wir nun wieder etwas heraus und schauen auf die Bibel als Gesamtwerk.

04 · Ein außergewöhnliches Gesamtwerk

Viele Autoren, langer Zeitraum – und doch ein roter Faden

Roter Faden als Symbol für den Zusammenhang der biblischen Bücher

Die Bücher der Bibel sind über einen Zeitraum von grob 1.500 bis 1.600 Jahren entstanden. Ihre Autoren hatten sehr unterschiedliche Hintergründe und lebten in unterschiedlichen Zeiten. Unter den Autoren sind beispielsweise: Mose als ehemaliges "Adoptivkind" am ägyptischen Hof, Josua als militärischer Führer, David – ein Hirtenjunge, der zu einem der bedeutendsten Könige des Volkes Israel wurde, Salomo mit seiner über die Landesgrenzen hinweg bekannten Weisheit. Daniel als hoher Beamter im babylonischen und persischen Reich. Im Neuen Testament ist der Arzt Lukas vertreten, Paulus als vorheriger Christenverfolger, Petrus als ehemaliger Fischer und so weiter.

Also viele Einzelautoren – und trotzdem zieht sich ein bemerkenswert zusammenhängender roter Faden durch die Bibel: Gott sucht die Beziehung zum Menschen, der Mensch entfernt sich von Gott – und Gott eröffnet einen Weg zurück zu ihm. Im Neuen Testament konzentriert sich diese Geschichte schließlich mit einem absoluten Fokus auf Jesus Christus.

Stell dir vor, heute würde ein Buchprojekt abgeschlossen, das ganz grob im Jahr 500 nach Christus begonnen worden wäre – geschrieben von vielen unterschiedlichen Menschen. Wie wahrscheinlich wäre es, dass daraus trotzdem eine zusammenhängende große Geschichte entsteht?

Aus christlicher Sicht ist das kein Zufall, sondern ein Beleg, dass hinter den vielen menschlichen Autoren letztlich vor allem ein einziger steht – nämlich Gott selbst.

„Denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil der betreffende Mensch das wollte. Diese Menschen wurden vielmehr vom Heiligen Geist gedrängt, das zu sagen, was Gott ihnen aufgetragen hatte.“

2. Petrus 1,21 · NeÜ

Beim ERF Bibleserver lesen →
Hinweis

Dass die Bibel selbst beansprucht, Gottes Wort zu sein, ist zunächst eine Aussage der Bibel. Allein dadurch ist dieser Anspruch noch nicht bewiesen. Aber es passt zur wunderbaren und einzigartigen "Logik" der Bibel, die so anders ist als das Konzept aller anderen großen Religionen. Und: Es passt auch dazu, was unzählige Menschen mit der Bibel als Gottes Wort erlebt haben.

05 · Eine große Behauptung

Ist die Bibel wirklich wahr?

Kommen wir zu einem der größten Ansprüche des christlichen Glaubens: Gott spricht durch die Bibel wahrhaftig zu den Menschen. Es geht nicht um eine von vielen möglichen Wahrheiten, sondern es geht um die absolute Wahrheit.

Das ist ein hoher, aber immens wichtiger Anspruch. Passt er überhaupt noch in unsere Zeit? Wäre es nicht toleranter und bequemer, sich einfach diejenigen Aussagen herauszusuchen, die gut zu den eigenen Vorstellungen passen – und alles andere wegzulassen?

Warum kann das nicht der richtige Weg sein? Wenn man sich nur das aus der Bibel herausnimmt, was bequem ist, raubt man der Bibel ihre Autorität, uns zu verändern. Man könnte es mit einem Kind vergleichen, das nur Süßigkeiten will. Für das Kind mag das richtig und gut erscheinen, aber liebevolle Eltern werden dem nicht folgen können, wenn sie dem Kind eine gesunde Ernährung ermöglichen wollen. Bei der Bibel ist das auch so: Nicht jede Lebensregel ist einfach einzuhalten, aber der biblische Weg ist – aufs Ganze gesehen – immer der Beste.

Wenn die Bibel wirklich Gottes Wort ist, dann können wir nicht zugleich davon ausgehen, dass Gott uns auf der einen Seite Wahrheit vermittelt und uns auf der anderen Seite bewusst in die Irre führt.

Smartphone mit Navigation als Bild für verlässliche Orientierung

Stell dir einen Routenplaner vor, der dir manchmal den richtigen Weg zeigt und manchmal einen falschen. Du könntest dich letztlich auf keine seiner Angaben wirklich verlassen. Wie viel Wert hätte dieser Routenplaner für dich? Und beim Leben geht es natürlich um weit mehr als eine Urlaubsreise.

Aber ändern sich Zeiten und Werte nicht?

„Moment mal! Menschen und Zeiten ändern sich doch. Wir leben heute in einer völlig anderen Welt als vor 2000 Jahren.“

Das stimmt. Gesellschaften verändern sich, Wissen wächst, Lebensformen verändern sich und manche konkreten Situationen sehen heute völlig anders aus.

Die entscheidende Frage lautet aber: Ändert sich deshalb automatisch auch das, was grundsätzlich wahr, gut oder falsch ist?

06 · Wahrheit und Maßstab

Wer bestimmt eigentlich, was wahr und richtig ist?

Man könnte sagen: Richtig und falsch ist einfach das, was eine Gesellschaft mehrheitlich dafür hält.

Aber diese Vorstellung führt schnell zu Problemen. Gesellschaftliche Mehrheiten haben sich in der Geschichte immer wieder geirrt. Sklaverei, Unterdrückung, Rassismus oder die Entrechtung bestimmter Menschengruppen wurden in unterschiedlichen Zeiten und Kulturen gesellschaftlich akzeptiert.

Allein die Zustimmung einer Mehrheit macht etwas also noch nicht moralisch richtig. Wahrheit kann keine Frage einer Mehrheitsentscheidung sein.

Der Mensch im Zentrum als Symbol für den Menschen als letzten Maßstab
oder
Das Kreuz im Zentrum als Symbol für Gott als Maßstab

Die christliche Sicht stellt deshalb nicht den Menschen und auch nicht den jeweiligen Zeitgeist an die höchste Stelle. Wenn Gott existiert und der Schöpfer des Menschen ist, dann liegt es nahe, dass letztlich er den verlässlichsten Maßstab dafür kennt, was gut für uns ist. Und dann ist es tatsächlich zweitrangig, ob dies gerade in den aktuellen gesellschaftlichen Meinungsstrom passt oder nicht.

Zwei plus zwei als Bild für Wahrheit unabhängig von Mehrheitsentscheidungen

Das lässt sich mit einem einfachen Bild verdeutlichen: Zwei plus zwei ergibt vier – unabhängig davon, wie viele Menschen sich in einer Abstimmung für fünf entscheiden.

Natürlich beweist eine mathematische Wahrheit noch nicht, dass jede Aussage der Bibel wahr ist. Der Vergleich verdeutlicht lediglich ein Grundprinzip: Wahrheit wird nicht automatisch dadurch wahr oder falsch, dass sich Mehrheiten ändern. Und: Wenn dir das Prinzip absoluter Wahrheit fremd ist, dann werde dir bewusst, dass du dies beispielsweise in der Mathematik als selbstverständlich erachtest.

Jesus selbst sagte über die Beständigkeit seiner Worte:

„Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber nicht.“

Matthäus 24,35 · NeÜ

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Wenn du eine klare Orientierung für dein Leben suchst, brauchst du letztlich einen Bezugspunkt, der nicht bei jeder gesellschaftlichen Veränderung neu definiert wird. Christen finden diesen Bezugspunkt in Gott und in seinem Wort.

07 · Kritisch nachfragen

Noch Zweifel? Drei Fragen zur Glaubwürdigkeit

Zweifel müssen nicht das Ende einer Suche sein. Sie können auch ein Anlass sein, genauer hinzusehen.

Wenn du Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bibel hast, kannst du unter anderem über diese Fragen nachdenken:

1

Warum enthält die Bibel so viele konkrete Details?

Gerade die Evangelien nennen Personen, Orte, politische Zusammenhänge und konkrete Situationen. Solche Angaben machen einen Text grundsätzlich überprüfbarer und damit auch angreifbarer, wenn er frei erfunden wäre.

2

Warum wird auf Augenzeugen Bezug genommen?

Das Neue Testament entstand in einem Umfeld, in dem Menschen lebten, die viele Teile der berichteten Ereignisse selbst miterlebt haben dürften oder andere Augenzeugen kannten. Die frühen christlichen Botschaften wurden also nicht erst in einer völlig anderen Epoche und an einem weit entfernten Ort verbreitet.

3

Warum zeigt die Bibel ihre wichtigsten Personen so ungeschönt?

Wäre die Bibel ausschließlich als idealisiertes Heldenepos konstruiert worden, könnte man erwarten, dass ihre Hauptpersonen möglichst makellos dargestellt werden.

Genau das geschieht aber nicht. Die Bibel zeigt Menschen mit ihren Stärken und ihren teilweise gravierenden Schwächen. Selbst David, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Alten Testaments, wird als Ehebrecher dargestellt, der dieses Delikt auch noch mit einer vorsätzlichen Tötung des Ehemanns seiner Sexualpartnerin zu vertuschen versuchte.

Und was ist mit den ersten Christen?

Ein weiterer Punkt ist die Ernsthaftigkeit, mit der viele frühe Christen an ihrem Zeugnis festhielten – selbst unter Verfolgung und persönlichen Nachteilen, die bis zum Märtyrertod gehen konnten.

Das allein beweist natürlich nicht, dass jede ihrer Überzeugungen wahr war. Menschen können auch für etwas leiden, von dem sie irrtümlich überzeugt sind. Es spricht aber dagegen, die ersten Verkündiger des christlichen Glaubens einfach als Menschen abzutun, die bewusst eine Geschichte erfunden hätten, an die sie selbst gar nicht glaubten.

Ein weiterer Hinweis: veränderte Leben

Ein weiterer Hinweis auf die Kraft und Glaubwürdigkeit der biblischen Botschaft ist das, was sie im Leben von Menschen bewirken kann. Unzählige Menschen durften dank der Kraft der biblischen Botschaft eine radikale Lebenswende erleben. Kaputte Beziehungen konnten heil werden, die Macht zerstörerischen Abhängigkeiten konnte durchbrochen werden. Auch solche Erfahrungen sind für sich allein kein mathematischer Beweis dafür, dass jede Aussage der Bibel wahr ist. Aber sie sind ein bemerkenswerter Teil des Gesamtbildes: Die biblische Botschaft bleibt nicht nur Theorie, sondern entfaltet im Leben von Menschen bis heute eine außergewöhnliche Kraft.

Wenn du konkrete Beispiele kennenlernen möchtest, schau gern in unsere Lebenszeugnisse. Dort erzählen Menschen, wie der Glaube an Gott und die Botschaft der Bibel ihr Leben verändert haben.

Lebenszeugnisse ansehen →
Der entscheidende Punkt

Kein einzelnes Argument muss für sich allein alles beweisen. Entscheidend ist das Gesamtbild. Wie glaubwürdig erscheinen Entstehung, Botschaft, historische Einbettung und Wirkung der Bibel, wenn du sie gemeinsam betrachtest?

Du würdest gerne glauben, aber weißt nicht wie? Wenn dich diese Frage beschäftigt, schau gern auch auf unsere Themenseite „Wie kann ich Glauben lernen?“ .

08 · Fazit

Runden wir ab …

Ziehen wir an dieser Stelle ein Fazit und gehen dann zur nächsten großen Frage weiter:

  • Die Bibel ist ein außergewöhnliches Gesamtwerk aus vielen einzelnen Büchern, die über einen sehr langen Zeitraum und von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden.
  • Trotzdem zieht sich eine große zusammenhängende Geschichte durch die Bibel: die Beziehung zwischen Gott und Mensch und Gottes Weg, diese Beziehung wiederherzustellen.
  • Die Bibel versteht sich selbst nicht nur als Sammlung menschlicher Gedanken über Gott. Der christliche Glaube geht davon aus, dass Gott durch die biblischen Autoren zu Menschen spricht. Letztlich ist Gott selbst der Autor der Bibel.
  • Dieser Anspruch darf geprüft werden. Gerade weil die Bibel einen so weitreichenden Wahrheitsanspruch erhebt, lohnt es sich, ihre Entstehung, ihre historische Einbettung und ihre Botschaft genauer anzuschauen.
  • Wenn die Bibel tatsächlich Gottes Wort ist, sollte nicht der jeweilige Zeitgeist die Bibel korrigieren. Dann ist vielmehr die Bibel der Maßstab, an dem auch unsere eigenen Vorstellungen geprüft werden dürfen und im Idealfall auch angepasst werden sollten. Warum? Weil es immer der bessere Weg ist. Dafür liebt uns Gott viel zu sehr.
100 Prozent als Symbol für die Frage nach der Wahrheit der Bibel

Vielleicht denkst du jetzt: „Wenn Christen die Bibel für wahr halten – heißt das dann, dass andere Religionen unrecht haben? Ist das nicht intolerant?“

Auf diese Frage werden wir im Verlauf des Kurses noch zurückkommen. Wichtig ist zunächst: Gott nimmt dem Menschen seine Entscheidung nicht ab. Du kannst die Aussagen der Bibel prüfen, ihnen vertrauen oder sie ablehnen.

Aber wenn die Bibel Gottes Wort ist, dann ist sie kein À-la-carte-Menü, aus dem wir nur auswählen, was gerade angenehm erscheint. Dann dürfen ihre Aussagen auch unsere eigenen Einstellungen hinterfragen.

Was Gott uns zeigt, ist die bestmögliche Orientierung im Leben. Die Bibel ist wie die Bedienungsanleitung durch den Schöpfer selbst. Gottes Wort ist der Schlüssel zu echter Hoffnung, echtem Sinn und einer positiven Lebensperspektive weit über den letzten Herzschlag hinaus.

Als Nächstes

Wenn wir der Bibel vertrauen können, führt uns das direkt zur nächsten großen Frage:

Wer und wie ist Gott?

Was sagt die Bibel eigentlich über Gottes Wesen, seinen Charakter und seine Beziehung zu uns Menschen? Genau darum geht es in Lektion 3.

Weiter zu Lektion 3 →