Gibt es Gott?
Gibt es Gott überhaupt? Hast du für dich selbst bereits ein klares Ja zu dieser Frage gefunden? Ist die Welt nicht ein Produkt des Zufalls und die Weiterentwicklung ein Produkt aus Evolution und Zeit?
Die Gottesfrage ist sehr wichtig. Denn wenn es keinen Gott gibt, stellt sich automatisch die Frage, woher Sinn und Orientierung kommen sollen. Genau diese Frage schauen wir uns auf der Themenseite „Was ist der Sinn des Lebens?“ ausführlicher an.
Weiter gedacht: Gibt es gute Argumente für die Existenz eines Schöpfergottes? Denke über einige grundsätzliche Aspekte nach, die vielleicht auch zu deiner inneren Ahnung passen, dass es „da doch irgendwie ein höheres Wesen“ geben muss.
Lektion 1 als Video
Wenn du lieber zuschaust und zuhörst, kannst du die Kurseinheit hier ansehen.
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Die Gottesfrage zum Nachlesen
Inhaltsverzeichnis
- Gibt es Gott?
- Ein gesellschaftliches Argument für Gott
- Ein Ausflug in die Welt der Kunst
- Wer hat eigentlich die Naturgesetze verfasst?
- Ist die Welt ein Produkt von Zufall und Evolution?
- Chemie plus Chemie = Leben?
- Gott als intellektueller Lückenfüller?
- Für welche Annahme ist „Glaube“ erforderlich?
- Runden wir ab …
Gibt es Gott?
Vermutlich wirst du Gott noch nie persönlich gesehen oder akustisch gehört haben. Es wäre allerdings falsch, hieraus den Schluss zu ziehen, dass es Gott nicht gibt. Es gibt auch viele andere Dinge, die du nicht sehen kannst, die aber dennoch da sind. Oder hast du schon einmal eine Rundfunkwelle oder ein Magnetfeld gesehen?
Wenn du dir von Herzen eine Antwort auf die Gottesfrage wünschst, gibt es zunächst einige Grundvoraussetzungen:
Ergebnisoffen prüfen
Geh ergebnisoffen an die Frage heran und sei bereit, der wahrscheinlichsten Option zu folgen.
Den eigenen Verstand nutzen
Bitte überlege mit deinem eigenen gesunden Menschenverstand, was für dich logisch und richtig erscheint und was du in deinem Inneren fühlst. Löse dich dabei bewusst auch von Vorprägungen, die andere der Gottesfrage für dich aufgedrückt haben.
Die Konsequenz mitdenken
Behalte im Hinterkopf, dass die Antwort auf die Gottesfrage letztlich auch eine neue Frage aufwirft: Wie willst du damit umgehen? Wenn jemand sagt, er glaube nicht an Gott, könnte dies auch mit dem inneren Wunsch zusammenhängen, sich keinem höheren Wesen unterstellen zu wollen, sondern lieber selbst zu definieren, was richtig und falsch ist. Eine sehr spannende Folgefrage ist also: Was würde es für mich bedeuten, wenn es Gott tatsächlich geben sollte?
Ein gesellschaftliches Argument für Gott
Schauen wir zunächst auf einen gesellschaftlichen Aspekt. Viele Menschen auf unserem Planeten glauben an etwas Höheres oder gehören einer Religion an. Nach Informationen der Webseite laenderdaten.info liegt der Anteil religionsloser Menschen weltweit bei ungefähr 15 Prozent.
Warum glauben so viele Menschen?
Anders gesagt: Nur ungefähr jeder siebte Mensch auf der Erde gilt als religionslos. Warum glauben so viele Menschen an etwas bzw. gehören zu einer Religion? Warum hat der Mensch offensichtlich ein kollektives Bewusstsein für das Übernatürliche?
Vielleicht hast du sogar selbst schon einmal etwas erlebt, wofür du keine naturwissenschaftliche Erklärung hast: Zufälle, die zu merkwürdig oder zu besonders erscheinen, um einfach nur Zufall zu sein?
„Alles hat er so eingerichtet, dass es schön ist zu seiner Zeit. Auch die Ewigkeit hat er den Menschen ins Herz gelegt. Aber das Werk Gottes vom Anfang bis zum Ende kann kein Mensch begreifen.“Prediger 3,11 · Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) · beim ERF Bibleserver lesen ↗
Vielleicht kennst du es auch von dir selbst: Tief in uns schlummert das Bewusstsein, dass es mehr geben muss. Ein Leben ohne Gott bleibt immer ein Stück weit leer, egal womit wir diese Leere auch zu füllen versuchen.
Wenn dich genau das bewegt, schau gerne auch auf unsere Themenseite „Warum fühle ich mich leer?“ →
Ein Ausflug in die Welt der Kunst
Lass uns einen Seitenblick auf die Welt der Kunst werfen. Nehmen wir den französischen Maler Claude Monet, der von 1840 bis 1926 lebte. Wenn wir uns die Frage stellen, ob Monet gelebt hat, werden wir keinen Labortest mit mathematischen Formeln und Testreihen machen können, der die Hypothese „Monet hat wirklich gelebt“ im klassischen naturwissenschaftlichen Sinne beweist.
Aber wir können uns seine Bilder anschauen.
Und so ähnlich funktioniert es auch mit Gott. Zu den meisten Menschen redet Gott heute nicht durch eine akustisch hörbare Stimme, obwohl das heute auch noch möglich ist. In der Regel zeigt sich Gott nicht durch eine leibhafte Erscheinung mit Pauken und Trompeten.
Aber seine künstlerischen Pinselstriche sind überall in der Natur zu erkennen. Oder anders gesagt: Wenn du die Handschrift eines genialen Gottes sehen willst, dann schau dir doch einmal die Perfektion von dem an, was er geschaffen hat. In die gleiche Richtung deutet auch die Bibel:
„Der Himmel rühmt die Herrlichkeit Gottes, / und die Wölbung bezeugt des Schöpfers Hand.“Psalm 19,2 · Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) · beim ERF Bibleserver lesen ↗
„Seine unsichtbare Wirklichkeit, seine ewige Macht und göttliche Majestät sind nämlich seit Erschaffung der Welt in seinen Werken zu erkennen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung.“Römer 1,20 · Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) · beim ERF Bibleserver lesen ↗
Wer hat eigentlich die Naturgesetze verfasst?
Glaubst du an die Naturgesetze? Vielleicht sagt dir das Naturgesetz der Thermodynamik etwas: Energie hat die Eigenschaft, vom energiereicheren zum energieärmeren Zustand zu fließen, sodass sich ein Gleichgewichtszustand ergibt.
Wenn du eine heiße Tasse Kaffee in der Hand hast, wird dieser Kaffee nicht noch heißer, sondern sich eher abkühlen. Logisch, oder?
Was wäre, wenn es diese Gesetze nicht gäbe? Was wäre, wenn Atome mal so und mal anders agieren würden? Was wäre, wenn ein Gegenstand einmal nach unten fällt und ein anderes Mal einfach in Richtung Weltall davonschwebt?
Die Naturgesetze sind enorm wichtig und sehr hilfreich für uns. Ohne die Naturgesetze würde es uns beide wahrscheinlich gar nicht geben.
Aber warum gibt es eigentlich diese Naturgesetze? Sind diese Abhängigkeiten einfach so und zufällig entstanden? Wie könnte so ein ausgeklügeltes System einfach aus dem Nichts und nach dem Zufallsprinzip entstehen? Wer oder was ist in der Position, so etwas festzulegen – nicht nur isoliert auf unserem Planeten, sondern überall im Weltall?
Hast du darauf eine überzeugende Antwort, ohne ein übergeordnetes Schöpferwesen mit einzukalkulieren? Wir wollen das Thema Naturwissenschaft nicht zu breit treten. Aber ein Aspekt scheint schon sehr wichtig:
Ist die Welt ein Produkt von Zufall und Evolution?
Vielleicht geht dir gerade Folgendes durch den Kopf: „Aber die Natur ist doch das Produkt der Evolution. Man nehme einfach einige chemische Substanzen, einige Naturgesetze, eine Prise Zufall und ein paar hundert Millionen oder Milliarden Jahre. Dann ist doch alles möglich, oder?“
Setzen wir doch einmal viel früher an. Selbst für Evolution braucht man Grundzutaten – also Stoffe und natürlich Energie.
Woher kommen eigentlich die Elemente? Und woher kommt die Energie in unserem Universum?
Hast du schon einmal vom ersten Hauptsatz der Thermodynamik gehört? Demnach wird Energie nicht erschaffen oder vernichtet, sondern lediglich umgewandelt oder übertragen.
Energie entsteht nicht von allein. Oder hast du schon einmal etwas anderes erlebt? Stell dir vor, man könnte ein Vakuum über Millionen von Jahren einfach so stehen lassen. Würde dann innerhalb dieses Vakuums nach 40 Millionen Jahren auf einmal ein Lichtblitz mit Energie aus dem Nichts auftauchen? Also: Wie ist diese Energie entstanden?
So ähnlich ist es mit dem Themenfeld, das wir uns jetzt anschauen wollen. Lass uns dir einmal ein „Rezept“ geben. Überlege selbst, was daraus entstehen würde.
Chemie plus Chemie = Leben?
Hast du erkannt, wofür dieses chemische Rezept steht? Es handelt sich um die Anteile chemischer Elemente am menschlichen Körper.
Was würde passieren, wenn du genau diese Elemente in genau dieser Gewichtung zusammenfügen würdest? Hättest du damit einen Menschen? Nein, natürlich nicht.
Was meinst du: Was hättest du, wenn du diese Elemente-Box eine Milliarde Jahre in den Schrank stellen würdest? Lass dich von der langen Dauer nicht blenden. Du hättest immer noch einen Mischmasch an Elementen – aber kein lebendiges Wesen.
Aus toter Chemie wird nicht ein lebendiges Wesen. Der Ursprung des Lebens weist über totes Material hinaus. Für den christlichen Glauben ist dieser Ursprung Gott.
„Dann formte Jahwe-Gott den Menschen aus loser Erde vom Ackerboden und hauchte Lebensatem in sein Gesicht. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen.“1. Mose 2,7 · Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) · beim ERF Bibleserver lesen ↗
Leben hat einen Ursprung. Der Kurs lädt dich dazu ein zu prüfen, ob Gott die überzeugendste Erklärung für diesen Ursprung ist. Jetzt wird dir vielleicht ein Einwand auf der Zunge liegen:
Gott als intellektueller Lückenfüller?
„Nur weil man etwas nicht erklären kann, heißt es noch lange nicht, dass ein Gott die Lücke unserer wissenschaftlichen Erkenntnis füllen muss.“
Nun, zunächst einmal hast du recht: Eine offene wissenschaftliche Frage ist für sich genommen noch kein Gottesbeweis.
Aber wie funktioniert wissenschaftliches Arbeiten überhaupt? Man hat eine Vermutung über eine Sache und stellt eine Hypothese auf. Diese Hypothese könnte sein: „Es gibt keinen Gott.“ Sie könnte auch sein: „Es gibt einen Gott.“
Dann geht es darum, welche Beobachtungen, Argumente und Modelle eine Erklärung stützen. Bei der Gottesfrage reicht ein einzelnes Experiment kaum aus. Deshalb lautet die entscheidende Frage:
Ist es für dich wahrscheinlicher, dass es Gott gibt, oder ist es wahrscheinlicher, dass es keinen Gott gibt?
Und vielleicht sagst du jetzt: „Das ist mir alles zu philosophisch oder theoretisch.“ Dann lass es uns ganz praktisch werden. Schau dir Lebenszeugnisse von Menschen an, die von massiven Veränderungen berichten, nachdem der Glaube an Gott für sie real wurde.
Für welche Annahme ist „Glaube“ erforderlich?
Für die Annahme, dass es Gott gibt
Es gibt gute Argumente für Gott. Aber du wirst Gott mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch ein naturwissenschaftliches Experiment im Labor nachweisen können. Insofern bleibt Glaube unverzichtbar, wenn du Gott folgen willst.
Für die Annahme, dass es keinen Gott gibt
Auch die Nichtexistenz Gottes lässt sich nicht einfach durch ein naturwissenschaftliches Experiment beweisen. Die atheistische Position enthält deshalb ebenfalls grundlegende philosophische Annahmen über die Wirklichkeit.
Mit anderen Worten: Die Gottesfrage lässt sich nicht allein dadurch erledigen, dass man eine der beiden Grundpositionen schlicht als „wissenschaftlich bewiesen“ bezeichnet. Welche Erklärunger scheint dir nach Prüfung der Aspekte überzeugender?
Runden wir ab …
Was du aus dieser Lektion mitnehmen kannst
Es gibt durchaus Argumente für die Existenz Gottes. Man muss seinen Verstand nicht ausschalten, um an Gott zu glauben. Gleichzeitig bleibt die Gottesfrage eine Frage, bei der du persönlich prüfen und Stellung beziehen musst.
- Die Frage nach Gott berührt Sinn, Orientierung und die Deutung unserer Wirklichkeit.
- Ordnung, Naturgesetze, Leben und menschliche Religiosität können Anlass sein, über einen Schöpfer nachzudenken.
- Ein einzelnes Argument ist nicht zwingend ein Beweis – entscheidend ist das Gesamtbild.
- Wenn Gott existiert, stellt sich unmittelbar die nächste Frage: Wer und wie ist dieser Gott?
Wie soll ich mir Gott vorstellen? Ist er eine kosmische Energie, die völlig fern und abseits meines Lebens ist? Ist er abstrakt – das Universum, also alles und gleichzeitig nichts, weil es für mich und meinen Alltag so wenig Relevanz hat? Oder ist er eine Person? Wenn ja, wie habe ich mir diese Person vorzustellen?
Lass uns zusammen schauen, wie Gott sich selbst vorstellt – in dem, was er sagt und in dem, was er tut bzw. getan hat. Der wesentliche Schlüssel, um Gott kennenzulernen, ist ein ganz besonderes Buch, das du vielleicht irgendwo in einer Schublade oder einem Bücherregal hast.
Genau deshalb geht es in der nächsten Lektion um die Frage: Kann man der Bibel wirklich vertrauen?
Wenn du magst, können wir in einer Online-Konferenz gemeinsam darüber nachdenken. Schreib gerne an info@meinwegzugott.info.
Anmerkung zur Entstehung: Für die Erarbeitung einzelner Aspekte rund um die Gottesfrage dürften auch Veröffentlichungen von Prof. Dr. Werner Gitt genutzt worden sein.
Wenn es Gott gibt – wie können wir etwas über ihn wissen?
Genau hier setzt Lektion 2 an. Wir schauen uns an, warum die Bibel für den christlichen Glauben eine so zentrale Rolle spielt und warum Menschen ihr Vertrauen schenken.
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