Bin ich gut genug für Gott?
Bist du ein guter Mensch? In der ersten Impulsantwort würden viele Menschen wahrscheinlich mit einem „Ja“ antworten. Klar, wir sind alle nicht perfekt, aber im Großen und Ganzen … und im Vergleich zu vielen anderen Menschen … fühlt man sich schon relativ „gut“. Diese Frage hat allerdings einen großen Knackpunkt:
Bei der Frage, ob du gut genug für Gott bist, geht es nicht um dein eigenes Urteil, sondern um das Urteil Gottes. Logisch, oder? Vor Gericht zählt auch nicht die Ansicht und Selbsteinschätzung des Angeklagten oder sogar des Anklägers, sondern das Urteil des Richters. Und jetzt wird es knifflig – und zwar mit ewiger Relevanz:
Wie schneidest du ab, wenn du dein Leben einmal aus Gottes Perspektive beurteilen müsstest. Mache einen Selbstcheck auf der Grundlage der Zehn Gebote, ergänzt durch Erläuterungen von Jesus Christus selbst. Hast du den Mut für eine objektive Selbsteinschätzung?
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Dein persönlicher Selbstcheck – direkt auf dieser Seite
Bei den folgenden neun Punkten kannst du deine Einschätzung jeweils mit einem Schieberegler von 0 bis 100 eintragen. Deine Gesamtpunktzahl wird erst am Ende angezeigt, damit du jede Frage möglichst unabhängig und ehrlich beantworten kannst.
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Arbeitsblatt optional herunterladenWie beurteilt Gott, ob ich ein guter Mensch bin?
Wenn du magst, halte für einige Momente inne und gib dir selbst eine Antwort darauf, inklusive der Aspekte, die zu deiner Antwort und Einschätzung führen. Vielleicht ist sie ungefähr so ausgefallen:
„Klar, ich habe nicht alles perfekt und richtig gemacht, aber unter dem Strich bin ich ein guter Mensch. Also jedenfalls besser als viele andere. Ich habe keinen Menschen umgebracht, hin und wieder habe ich auch schon mal etwas Geld für Kinder in Not gespendet. Ich bin nett zu anderen Menschen und versuche normalerweise, Menschen fair zu behandeln.“
Und vielleicht fallen dir auch noch andere Dinge ein, die du gut gemacht hast. Und möglicherweise treffen sie auch zu. Aber jetzt kommen wir zum Knackpunkt. Dazu eine Geschichte aus der Bibel: Jesus ist auf dem Weg. Da läuft ein Mann zu ihm, kniet sich sogar vor ihm nieder und stellt ihm folgende Frage:
„Guter Rabbi, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?“
Das ist schon mal eine richtige und gute Frage, oder? Der Mann schaut nicht nur auf das Diesseits, sondern hat die Ewigkeit im Blick. Das ist ein sehr vernünftiger Blickwinkel. Was sagt Jesus?
„Was nennst du mich gut?“, entgegnete Jesus. „Gut ist nur Gott, sonst niemand! Du kennst doch die Gebote: 'Du sollst nicht morden, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen, du sollst keine Falschaussagen machen und niemand um das Seine bringen; ehre deinen Vater und deine Mutter!'“ „Rabbi“, erwiderte der Mann, „das alles habe ich von Jugend an befolgt.“
Zwei wichtige Aspekte an dieser Stelle: Zunächst sagt Jesus, dass niemand gut sei als nur der eine Gott. Und dann kommt etwas sehr Wichtiges. Jesus verweist im Prinzip auf Gottes Maßstab. Das, was Jesus hier aufzählt, ist dir vielleicht schon bekannt vorgekommen. Jesus lehnt sich hier an die Zehn Gebote an.
Schau mal, was hier passiert: Jesus sagt damit im Grunde genommen: „Wenn du beurteilen willst, ob du gut oder gut genug bist, dann musst du den richtigen Maßstab anlegen.“
Deine eigene Messlatte zählt nicht
Stell dir mal vor, du machst bei den Olympischen Spielen mit. Und nun geht es um die Disziplin Hochsprung. Du gehst zu den Linienrichtern und sagst: „Das hier mit eurer Messlatte und eurer Skalierung der Höhe, das passt für mich nicht so. Ich habe mein eigenes Messsystem für meine Leistung.“ Was meinst du? Welche Chancen hätte dein Vorschlag?
Null, oder? Bei diesem Wettkampf geht es nicht um deine eigene Messlatte oder um deinen Maßstab, sondern um die Messlatte, die die Wettkampfregeln vorgeben. Darauf kommt es an.
Und so ist es auch mit der moralischen Messlatte an dein Leben. Deine Selbsteinschätzung ist kein geeigneter Maßstab. Es ist extrem wichtig, hier keine Illusionen zu haben.
Bei der Gottesfrage ist der Maßstab des Richters maßgeblich. Die Leitlinien dazu findest du in der Bibel. Wenn dich die Frage bewegt, ob du diesem „alten Buch“ überhaupt vertrauen kannst, schau bitte auch in die Kurseinheit 2 „Kann man der Bibel vertrauen?“.
Wenn es so richtig drauf ankommt …
Würdest du dich auf „Pi mal Daumen“ verlassen?
Bei der Frage der Ewigkeit solltest du auf Nummer sicher gehen. Es hängt zu viel davon ab, und du hast nur eine Chance. Stell dir Folgendes vor: Du bist in den Bergen und willst Paragliding machen. Du hast einen Gleitschirm auf deinen Rücken geschnallt. Vor dir liegt das kleine Plateau auf der Anhöhe. Dann folgen 1200 Meter abwärts in die Schlucht.
Was wäre dir in diesem Fall wichtig? Sicherlich wäre es dir wichtig, dass der Gleitschirm und alle Schnüre tragfähig sind und dich möglichst sicher in der Luft halten werden.
Wie ist das in Bezug auf deine Beziehung zu Gott? Wenn es um deine ewige Zukunft geht und du nur eine Chance hast, wie sicher würdest du sein wollen, dass du der Messlatte Gottes ganz sicher genügen kannst? Oder würde dir ein Pi-mal-Daumen-Ansatz reichen, wenn du über die Bergkante ins Tal springst?
Halten wir fest: Wenn du wissen willst, ob du gut oder gut genug bist, musst du die richtige Messlatte anlegen. Und die Zehn Gebote sind dafür ein gutes Instrument. Bitte nicht falsch verstehen: Die Gebote sollen an dieser Stelle nicht als Weg zur Erlösung verstanden werden, sondern eher wie ein Spiegel. Auch diese wenigen Regeln reichen aus, um uns ein Bild davon zu vermitteln, wie „gut“ wir vor Gott dastehen. Dies ist Teil einer wichtigen Diagnose. Eine Diagnose ist nicht das Ende der Geschichte – sie zeigt, welche Hilfe nötig ist.
Jetzt wollen wir praktisch werden. Lass uns gemeinsam durch einige der Zehn Gebote gehen. Direkt bei jedem Abschnitt findest du einen Schieberegler. Nutze ihn für deine persönliche Einschätzung auf einer Skala von 0 bis 100. Es geht nicht darum, ein möglichst gutes Ergebnis zu produzieren, sondern darum, ehrlich hinzuschauen.
Was sagen die Zehn Gebote über mich aus?
Ein ehrliches Ergebnis ist wertvoller als ein schönes
Stell dir vor, du hast immer wieder Schmerzen in deinem Lungenbereich. Irgendwann ist der Schmerz groß genug und du gehst zum Arzt, der dir eine Computertomografie verschreibt. Was wünschst du dir als Ergebnis dieser Untersuchung? Ein wunderschönes Bild in großartigen Farben, vielleicht noch mit Blümchen verziert? Oder aber vor allem ein exaktes Abbild dessen, was da in dir vorgeht?
Egal, ob das Ergebnis schön oder weniger schön ist – du willst vor allem ein korrektes Untersuchungsergebnis, oder? Bitte wende diesen Blickwinkel auf den Selbstcheck an, den wir jetzt starten wollen.
Das erste Gebot
„Dann redete Gott. Er sagte: „Ich bin Jahwe, dein Gott! Ich habe dich aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir! Du sollst dir kein Götterbild machen, kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer! Wirf dich niemals vor ihnen nieder und verehre sie auf keinen Fall! Denn ich, Jahwe, ich, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott. Wer mich verachtet und beiseitestellt, bei dem verfolge ich die Schuld der Väter noch bis zur dritten und vierten Generation. Doch wer mich liebt und meine Gebote hält, dem schenke ich meine Gunst auf tausend Generationen hin.“
Der Kontext, in dem Gott den Menschen diese Gebote gegeben hat, war beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Ein wichtiges Element dieses Gebots ist, dass man keine anderen Götter neben Gott haben solle. Jetzt sagst du vielleicht: „Okay, das ist einfach. Ich habe keine Götterstatue in meinem Wohnzimmer, die ich anbete.“ Lass uns die Definition aber etwas praktischer machen:
Auf unser Leben übertragen und etwas freier angewendet kann man sich die Frage stellen: Gibt es etwas in unserem Leben, das uns wichtiger ist als Gott? Das können auch Hobbys sein, das können Angewohnheiten, vielleicht auch Laster sein. Vielleicht sind es falsche Abhängigkeiten oder falsche Beziehungen.
Wenn du miterleben willst, wie Menschen beispielsweise aus Drogensucht frei wurden, schau gern in einige Lebenszeugnisse, beispielsweise:
Kurzum: Wenn Gott bei dir nicht an erster Stelle steht, wirst du bei dieser Testfrage nicht die volle Punktzahl eintragen können. Also, wo stehst du dabei? Nutze für deine Einschätzung direkt den Regler unter diesem Abschnitt.
Wie sehr steht Gott in deinem Leben tatsächlich an erster Stelle?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das zweite Gebot
„Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nie missbrauchen! Denn Jahwe wird jeden bestrafen, der seinen Namen mit Nichtigkeiten in Verbindung bringt.“
Bei den Juden hatte der Name „Jahwe“ einen sehr erhobenen Stellenwert. Vermutlich wirst du diese Bezeichnung für Gott eher selten in deiner Kommunikation benutzen. Aber etwas weiter gefasst: Hast du schon mal unehrenhaft über Gott gesprochen? Oder „Gott“ in einen Kontext eingebaut, wo er eigentlich nicht hingehört? „Mein Gott! Das habe ich dir schon tausendmal gesagt.“ Ist dir so etwas Ähnliches schon herausgerutscht?
Man könnte denken, das sei ein uraltes Gebot, das gar nicht so aktuell sein könne. Aber auch Jesus greift im Vaterunser die besondere Bedeutung von Gottes Namen auf. Er leitet das Mustergebet mit diesen Worten ein:
„Ihr sollt vielmehr so beten: Unser Vater im Himmel! / Geehrt werde dein heiliger Name!“
Übrigens: Kein Mensch ist in der Position, mit selbstgerecht erhobenem Zeigefinger mit den Geboten auf Menschen „einzuprügeln“. Dafür sind wir leider alle zu unvollkommen. Dies ist also keine „Predigt“ von oben herab, sondern ein Selbstcheck, bei dem wir leider alle nicht besonders gut abschneiden. Lass uns diese Reise gemeinsam weitermachen. Bereit für den nächsten Test?
Wie respektvoll und bewusst gehst du mit Gottes Namen um?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das dritte Gebot
„Denk an den Sabbattag und überlass ihn Gott! Sechs Tage hast du, um all deine Arbeit zu tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für Jahwe, deinen Gott. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, weder du noch dein Sohn oder deine Tochter, weder dein Sklave noch deine Sklavin, nicht einmal dein Vieh oder der Fremde, der in deinem Ort wohnt. Denn in sechs Tagen hat Jahwe den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was dazugehört. Am siebten Tag aber ruhte er. Deshalb hat er den Sabbattag gesegnet und für sich bestimmt.“
Dieses Gebot wollen wir an dieser Stelle nicht vertiefen. Im Judentum hatte der Sabbat eine besondere Bedeutung. Für uns sogenannte Heidenchristen, also „Nichtjuden“, lässt sich aus dem Neuen Testament eine etwas andere Herangehensweise an dieses Gebot ablesen.
Paulus macht beispielsweise deutlich, dass Christen bei der Bewertung bestimmter Tage zu unterschiedlichen Überzeugungen kommen können:
„Der eine hebt bestimmte Tage hervor, für den anderen ist jeder Tag gleich. Aber jeder soll mit voller Überzeugung zu seiner Auffassung stehen! Wer einen bestimmten Tag bevorzugt, tut das zur Ehre des Herrn.“
Auch in Kolosser 2,16–17 warnt Paulus davor, andere Christen wegen der Beachtung oder Nichtbeachtung von Sabbaten zu verurteilen. Dort heißt es, solche Regelungen seien ein „Schatten auf Kommendes hin“, während die Wirklichkeit in Christus liegt. Kolosser 2,16–17 beim ERF Bibleserver lesen.
Wichtig ist bei dieser Frage, dass man sich sicher ist und mit reinem Gewissen lebt. Unabhängig davon macht es sicherlich Sinn, an einem Tag der Woche aus dem Hamsterrad herauszusteigen, zur Ruhe zu kommen und in besonderer Weise auf Gott zu hören. Denn permanente Geschäftigkeit oder permanenter Medienkonsum können uns davon abhalten, über das nachzudenken, was wirklich wichtig ist.
Wie sehr gibst du Gott bewusst Raum, Ruhe und Priorität in deinem Leben?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das vierte Gebot
„Ehre deinen Vater und deine Mutter! Dann wirst du lange in dem Land leben, das Jahwe, dein Gott, dir gibt.“
Wenn du liebevolle Eltern hattest, ist es viel leichter, dieses Gebot einzuhalten. Aber wenn du von deinen Eltern schlecht behandelt worden bist, kann es eine unerträglich große Herausforderung sein, sich an dieses Gebot zu halten. Vielleicht ruft alles in dir: „Ehre, das haben meine Eltern, mein Vater, meine Mutter, am allerwenigsten verdient.“
Auf keinen Fall soll hier gesagt sein, dass deine Eltern sich dir gegenüber in allem richtig verhalten haben. Vielleicht gab es Dinge, die in deiner Kindheit massiv schiefgelaufen sind, mit Folgen, an denen du heute noch leidest. Bitte keine Missverständnisse: Wenn dieses Gebot so in der Bibel steht, wird damit kein Unrecht deiner Eltern einfach mal eben ausgebügelt. Jedes Unrecht hat seine eigenen Konsequenzen. Das gilt definitiv auch für deine Eltern, wenn sie dir Unrecht angetan haben.
Was könnte „ehren“ bedeuten – und was nicht?
Eltern zu ehren kann bedeuten, ihnen grundsätzlich mit Respekt zu begegnen, ihre Rolle als Vater oder Mutter anzuerkennen und nicht aus Verachtung oder Rachsucht zu handeln. Es bedeutet aber nicht, erlittenes Unrecht gutzuheißen, Missbrauch zu verharmlosen, notwendige Grenzen aufzugeben oder eine Beziehung aufrechtzuerhalten, die dich weiterhin gefährdet oder zerstört. In schwierigen oder sogar traumatischen Familiengeschichten kann es deshalb sehr wohl richtig sein, klare Grenzen zu setzen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Wenn dich das Thema weiter interessiert, schau doch auch in das Lebenszeugnis von Marie, die aus einer sehr problematischen Vater-Beziehung heraus in ein Leben mit okkulten Bindungen und falschen Abhängigkeiten hineinkam: „Nicht nur Todesangst, sondern Teufelsangst“.
Aber hier geht es zunächst einmal um die realistische Einschätzung von DIR – und das unter der Messlatte Gottes. Wie auch immer sich deine Eltern verhalten, was sie richtig oder falsch gemacht haben, dennoch steht das Gebot so in der Bibel und gehört damit zur Messskala. Wie schneidest du dabei ab?
Wie sehr gelingt es dir, deinen Vater und deine Mutter in einem gesunden Sinn zu ehren?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das fünfte Gebot
„Du sollst nicht morden!“
Jetzt lehnst du dich vielleicht zurück. Aber was heißt eigentlich Töten oder sogar Morden? Es ist besonders wichtig und wertvoll, dass die Bibel sich selbst erklärt und uns damit hilft, wie wir Dinge verstehen sollten. In 1. Johannes 3,15 ist Folgendes zu lesen:
„Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder. Und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben in sich trägt.“
Hattest du schon mal Hassgefühle gegenüber jemandem? Für Menschen, die auf furchtbare Weise Verletzung erleben mussten, kann Hass ein übermächtiges Gefühl sein, das ein großer Schatten im Leben ist. Man kann es auch verstehen. Es gibt so traurige Schicksale auf der Welt. Vielleicht gilt das auch für dich. Das soll auf keinen Fall verharmlost werden. Und dennoch:
Erlittenes Unrecht kann Hass verständlich machen – aber Hass bleibt auf Dauer zerstörerisch. Hass und Bitterkeit schädigen den bereits verletzten Menschen nochmals oder sogar immer wieder. Es kann das Leben überschatten, Lebensenergie rauben – und definitiv auch Lebensfreude. Es ist also sicherlich sehr sinnvoll, sein Leben frei von Hass leben zu können. Wie schneidest du hier also ab? Nutze dafür direkt den Regler unter diesem Abschnitt.
Wie frei ist dein Herz von Hass und dem Wunsch, einem anderen Menschen Böses zuzufügen?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das sechste Gebot
„Du sollst die Ehe nicht brechen!“
Selbst wenn du noch nie eine außereheliche Affäre hattest, ist diese Frage nicht so einfach, wie sie erst einmal scheint. Jesus hat nämlich eine pikante, aber realistische Definition:
„Ihr wisst, dass es heißt: 'Du sollst die Ehe nicht brechen!' Ich aber sage euch: Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“
Oder kurz darauf heißt es im Matthäusevangelium:
„Ich aber sage euch: Jeder, der sich von seiner Frau trennt – es sei denn, sie ist ihm sexuell untreu geworden –, treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht auch Ehebruch.“
Fassen wir dieses Thema noch weiter: Aus dem Gesamtzusammenhang der Bibel lässt sich herauslesen, dass gelebte zwischenmenschliche Sexualität in eine eheliche Beziehung gehört. Wie würdest du dich nach diesem Maßstab selbst einschätzen?
Übrigens: Wenn dich das Thema besonders betrifft, schau ergänzend auch gerne in das Lebenszeugnis von Andreas „Vom Feuerstuhl in den Rollstuhl und dann auf die Zugspitze“.
Wie sehr entspricht dein Umgang mit Sexualität und Treue diesem biblischen Maßstab?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das siebte Gebot
„Du sollst nicht stehlen!“
Nun bist du wahrscheinlich kein Bankräuber, aber das hier ist auch nicht die Messlatte. Die Frage ist einfach nur: Hast du schon mal gestohlen? Vielleicht am Arbeitsplatz etwas mitgenommen, für das dein Arbeitgeber bezahlt hat? Arbeitszeit, für die du vom Arbeitgeber bezahlt wurdest, für private Zwecke verwendet? Oder vielleicht fallen dir noch weitere Dinge ein?
Also die Frage: Hast du schon mal gestohlen? Die Antwort ist vielleicht gar nicht so einfach, oder? Nutze dafür direkt den Regler unter diesem Abschnitt.
Wie ehrlich gehst du mit dem Eigentum, der Zeit und den Ressourcen anderer um?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das achte Gebot
„Du sollst nichts Unwahres über deinen Nächsten aussagen!“
Fassen wir das etwas weiter: Hast du schon mal gelogen? Die Lüge ist für Gott kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernster Verstoß gegen Gottes Gebot. Schau mal, wie es in Offenbarung 21,8 heißt:
„Aber die Feiglinge, die Treulosen und die, die sich mit abscheulichen Dingen abgeben, die sexuell unmoralisch leben, und alle, die okkulte Praktiken ausüben, die Mörder, die Götzendiener und alle Lügner – sie erwartet der See, der mit brennendem Schwefel gefüllt ist, das heißt: der zweite Tod.“
Wo würdest du dich selbst bei diesem Punkt der Skala einordnen? Die letzten beiden der Zehn Gebote wollen wir mal zusammenfassen.
Wie konsequent bist du in deinen Aussagen bei der Wahrheit?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Das neunte und zehnte Gebot
„Begehre nichts, was zu deinem Nächsten gehört! Du sollst weder seine Frau begehren noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel oder sonst etwas, das ihm gehört!“
Bist du schon mal neidisch gewesen? Nutze dafür direkt den Regler unter diesem Abschnitt.
Wie frei bist du von Neid und dem Begehren dessen, was anderen gehört?
Noch offenBewege den Regler, um deine Einschätzung einzutragen.
Wo stehe ich denn nun vor Gott?
Du hast die einzelnen Fragen beantwortet. Fühlst du dich mit deinem Zwischenstand entmutigt oder ermutigt? Halt auf jeden Fall durch. Wir sind noch nicht am Ziel der Reise. Das Beste kommt noch. Die Botschaft dieses Kurses ist hoffnungsvoll. Aber dieser Selbstcheck gehört zur Reise unbedingt dazu und ist sehr wichtig.
Bereit für dein Ergebnis?
Sobald du alle neun Regler einmal bewusst eingestellt hast, kannst du deine Gesamtpunktzahl anzeigen lassen. Bis dahin wird sie nicht eingeblendet.
Noch 9 Bewertungen offen.
0 von 900 Punkten 0 % des vereinfachten Selbstchecks
Besonders wichtig ist an dieser Stelle: Bei diesem Test ist es nicht wie bei einer Klassenarbeit, wo der Lehrer vielleicht auch mit 58 von 100 möglichen Punkten noch die Note „ausreichend“ darunter schreiben kann. Dieser Test funktioniert anders.
Halte dir vor Augen: Gott ist absolut heilig. Gott ist absolut rein. Gott ist absolut gerecht. Du hast diesen Test bestanden, wenn du auf genau 100 Prozent der möglichen Punkte kommst. Alles richtig gemacht. Im vereinfachten Selbstcheck von eben bedeutet das bildlich: 900 von 900 Punkten. Und das allein bei den betrachteten Einzelfragen, die noch nicht einmal vollständig sind, wenn es um die Reinheit vor Gott geht.
Lass das ruhig mal ein wenig sacken.
Alles andere als perfekt heißt: Nicht gut genug! Oder noch anders beschrieben: Wenn du vor dem Gericht Gottes stehst, kann das Urteil nur lauten: schuldig. Wenn das so schonungslos formuliert wird, dann sollst du wissen: Genauso wie du nicht auf 100 Prozent kommst, so kommt auch kein anderer Mensch an diese Marke heran. Das ist zunächst mal eine sehr wichtige Diagnose. Bitte hier nicht stoppen: Bei dieser Diagnose setzt die gute und hoffnungsvolle Nachricht des christlichen Glaubens an. Dazu gleich noch mehr.
Nachdem wir jetzt einen bibelorientierten Maßstab angelegt haben, ist uns aufgegangen: Wir selbst sind niemals gut genug. Wir können uns anstrengen, wie wir wollen. Wir werden nie gut genug sein. Deine guten Taten mögen lieb gemeint sein, aber sie machen die Fehler aus der Vergangenheit nicht ungeschehen. Und leider können wir uns alle nicht davon freisprechen, selbst bei guten Motiven auch in der Zukunft hin und wieder danebenzutreten.
Das Neue Testament fasst diese Diagnose sehr klar zusammen:
„denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“
Und auch im Alten Testament wird dieser Gedanke aufgegriffen:
„Doch alle haben sich von ihm entfernt, / sie sind alle verdorben. / Keiner tut Gutes, nicht einer davon.“
Ja, aber ist Gott denn nicht ein gnädiger Gott? Du sprichst hier etwas sehr Wichtiges an, nämlich Gottes Gnade. Was hat es damit auf sich? Schau dazu unbedingt in die nächste Lektion.
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