Wer ist Jesus Christus?
Jesus Christus ist der Schlüssel in Gottes genialem Rettungsplan für den Menschen. Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. In Jesus begegnen sich Gottes Liebe und Gerechtigkeit auf einzigartige Weise. Jesus selbst hat als der Sündlose den Preis bezahlt, den du und ich hätten zahlen müssen. Was hat es damit auf sich?
Und: Ist Jesus damit ein Weg von vielen, wie man zu Gott kommen kann? Oder erhebt Jesus einen Absolutheitsanspruch? Diese Frage ist extrem wichtig. Ist das Christentum intolerant, wenn ein solcher Anspruch erhoben wird? Finde es heraus und starte durch mit Lektion 8.
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Wer ist Jesus Christus?
Wer ist eigentlich Jesus Christus? Die Person Jesus war bereits aufgetaucht, als wir in der Lerneinheit 3 darüber nachgedacht haben „Wer und wie ist Gott?“ . Vielleicht schwirrt dir gleich schon ein Gedanke durch den Kopf: „Ist das nicht das Christkind, das an Weihnachten geboren wurde?“
An Weihnachten wird tatsächlich an die menschliche Geburt von Jesus gedacht. Aber das ist nicht der Anfang der Existenz von Jesus Christus. Schau mal:
„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, / der Erstgeborene, der weit über allem Geschaffenen steht. Denn in ihm wurde alles erschaffen: / im Himmel und auf der Erde, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Thronende und Herrschende, / Mächte und Gewalten. / Alles ist durch ihn geschaffen und vollendet sich in ihm. Vor allem war er da, / und alles hat in ihm Bestand.“
Die Existenz von Jesus Christus begann nicht mit seiner Geburt als menschliches Kind. Er war auch vorher schon da. Und er ist definitiv viel mehr als nur ein kleines Kind in einer Krippe. Viele würden zustimmen bei der Aussage, dass Jesus ein guter Mensch war und dass seine Lebensregeln die Welt zu einem besseren Ort machen würden und gemacht haben.
Denk an die vielen christlich motivierten Bildungs- und Hilfsprojekte rund um den Globus. Aber die Frage ist: Reicht es aus, Jesus für einen ethisch guten Menschen zu halten oder für einen Lehrer oder sogar für einen Propheten? Und die Antwort darauf ist: Nein!
Nachdem Jesus getauft worden war, bekannte sich Gott in einer hörbaren Stimme aus dem Himmel zu seinem Sohn. Wohlgemerkt zu seinem Sohn:
„Auf einmal sprach eine Stimme aus dem Himmel heraus: ‚Das ist mein über alles geliebter Sohn. An ihm habe ich Freude!‘“
Eine weitere passende Stelle – Jesus war hier im Gespräch mit Philippus:
„Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, dann habt ihr auch meinen Vater erkannt. Schon jetzt erkennt ihr ihn und habt ihn bereits gesehen.“ „Herr, zeige uns den Vater“, sagte Philippus, „das genügt uns.“ „So lange bin ich schon bei euch, Philippus, und du kennst mich immer noch nicht?“, erwiderte Jesus. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen! Wie kannst du da sagen: ‚Zeige uns den Vater!‘? Glaubst du denn nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, stammen doch nicht von mir. Es ist der Vater, der ständig in mir ist und alles bewirkt, was ich tue.“
Ist Jesus wirklich Gott?
Jesus war Gott. Jesus war gleichzeitig auch Mensch. In der Bibel wird berichtet, dass er weinte, dass er Hunger und Durst hatte. Im Angesicht eines Leidens hatte er Angst. Und auch Jesus wurde vom Teufel versucht.
Aber es gab einen ganz wichtigen Unterschied zum Rest aller Menschen. Im Gegensatz zu mir und zu dir hat Jesus nie eine Sünde begangen. Wenn Jesus unseren Gütetest von Lektion 6 mitgemacht hätte, dann hätte er mit 100 von 100 Prozent bestanden. Jesus lebte ohne Sünde.
Ist Jesus der einzige Weg zu Gott?
Führen nicht alle Religionen letztlich zum gleichen Ziel? Ist Jesus damit nur einer von vielen möglichen Wegen? Die Frage mag tolerant und modern klingen, aber die Bibel beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen „Nein“. Denn die Bibel erhebt einen Absolutheitsanspruch für die Person Jesu Christi. Lies selbst:
„Wer also mit dem Sohn Gottes verbunden ist, hat das Leben; wer nicht, hat es nicht.“
„Jesus erwiderte ihm: „Ich bin der Weg! Ich bin die Wahrheit und das Leben! Zum Vater kommt man nur durch mich.“
Zum Thema Toleranz: Gott hat dir einen freien Willen geschenkt. Das ist hier im Kurs bereits thematisiert worden. Du kannst selbst entscheiden. Allerdings hat deine Entscheidung Konsequenzen, und die solltest du kennen.
Jesus stellt einen besonderen Anspruch, wenn du an ihn glauben willst: Jesus ist nicht ein Weg von vielen, sondern er ist der einzige Weg zum Vater. Wenn du zu Gott willst und Gott kennenlernen willst, führt kein Weg an Jesus Christus vorbei.
Wenn Jesu Aussage stimmt, dann ist er nicht einer von mehreren gleichwertigen Wegen zu Gott. Und ja – du hast immer noch die freie Entscheidung, ob du das glauben möchtest oder nicht. Dieses Recht hat Gott selbst installiert, und es gilt noch heute.
Das Christentum ist absolut einzigartig und unterscheidet sich von den großen Religionen auf diesem Planeten. Mit der Person Jesu hat Gott also verschiedene Aspekte klargemacht:
- Gott ist gerecht.
- Sünde und Fehlverhalten verdienen gerechte Konsequenzen.
- Der Mensch ist nicht vollkommen und kann seine Schuld nicht selbst bezahlen.
- Gott selbst eröffnet den Weg zur Versöhnung: Jesus Christus trägt als der Sündlose die Konsequenz unserer Schuld.
Warum musste Jesus sterben?
Bevor wir weiter auf die Person Jesus blicken: Wenn Gott gerecht und heilig ist, muss Sünde Konsequenzen haben und bestraft werden. Das absolut Reine und Heilige kann nicht in Gemeinschaft mit dem Bösen leben. Die Bibel nimmt Sünde sehr ernst: Sie trennt vom heiligen Gott.
Die Bibel nennt für Sünde auch die Konsequenz (der Vers war in diesem Kurs schon aufgeführt worden):
„Denn der Lohn, den die Sünde ‹ihren Sklaven› zahlt, ist der Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in ‹Verbindung mit› Christus Jesus, unserem Herrn.“
Eine der Folgen von Sünde ist der Tod. Dieses Prinzip zieht sich schon durch das Alte Testament wie ein roter Faden. Lass uns noch mal ein wenig in die Geschichte des Volkes Israel schauen. Wenn das Volk Israel im Vertrauen auf Gott lebte und seinen Weisungen folgte, konnte es seinen Segen erfahren. Aber wenn sich das Volk Israel von Gott entfernte, gab es Probleme.
Im Alten Testament gab es das Sündopfer. Ein Tier wurde geopfert, um Sünde zu sühnen. Das Opfertier musste sterben, um für die Sünde des Menschen zu bezahlen. Der Mensch selbst konnte diese Schuld nicht bezahlen, denn er war nicht perfekt und makellos. Er brauchte also etwas anderes, das mit dem Leben für die Schuld des Menschen bezahlen würde.
Mit dem Opferritus ist schon früh im Alten Testament symbolisch angedeutet, welche Rolle Jesus spielen würde. Schauen wir in die Bibel, hier in das Neue Testament:
„Am nächsten Tag sah Johannes Jesus auf sich zukommen und sagte: ‚Seht, das ist das Opferlamm Gottes, das die Sünde der Welt auf sich nimmt.‘“
Oder auch ein Zitat aus dem Hebräerbrief:
„Wie viel mehr bewirkt dann das Blut von Christus, dem Messias. Denn er hat sich selbst Gott als makelloses Opfer dargebracht. ‹Gottes› ewiger Geist hat ihn dazu geführt. Und deshalb reinigt sein Blut unser Gewissen von toten ‹nutzlosen› Werken, damit wir jetzt imstande sind, dem lebendigen Gott zu dienen.“
Und ein weiterer Vers, weil dieses Thema absolut zentral ist:
„Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes erhalten.“
Selbst als die Schuld der Welt auf Jesus lag, blieb Gott der Heilige und Gerechte. So gehörte zu den letzten Worten von Jesus auch der schmerzerfüllte Schrei:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Der Schrei Jesu zeigt die Tiefe seines Leidens und macht deutlich, wie ernst die Last der Schuld ist, die er trägt. Man kann darus lesen, dass Last der Schuld sogar den Sohn Gottes selbst die Trennung vom Vater erleben ließverspüren. Das deutet an, wie immens die Konsequenzen von Sünde sind, selbst wenn sie den Sohn Gottes selbst betreffen.
Gottesferne kann das Gefühl einer tiefen inneren Leere verstärken – auch wenn seelische Leere natürlich verschiedene Ursachen haben kann.. In einem solchen Vakuum können sich viele Dinge einschleichen, die kurzfristig eine Bedürfnisbefriedigung darstellen könnten, aber die uns innerlich umso leerer machen, Hoffnung rauben und uns an unserem Lebensinn vorbeileben lassen.
Vielleicht findest du dich hier schon gleich wieder? Dann könnten diese Themenseiten für dich vielleicht hilfreich sein: „Wie finde ich inneren Frieden?“ oder „Warum fühle ich mich leer?“ .
Wie ist Versöhnung mit Gott möglich?
Gleichzeitig Gott und gleichzeitig Mensch. Und so makellos, dass er für uns bezahlen konnte. Jesus hat sich für uns in den Riss zwischen Gott und Mensch gestellt – und hat es möglich gemacht, dass wir wieder eine direkte Beziehung zu unserem Schöpfer haben können, also das, was im Paradies bei Adam und Eva kaputt gegangen ist.
Du und ich können unsere Schuld vor Gott nicht selbst ungeschehen machen, denn wir sind nicht makellos. Wir brauchen jemand anders, der für uns die Konsequenzen unserer Schuld trägt und für uns sühnt. Und das ergibt auf eine ganz wunderbare Weise die Schnittmenge zwischen Liebe und Gerechtigkeit.
Was wir selbst nicht lösen konnten, hat Gott in Jesus Christus möglich gemacht. Das ist die hoffnungsvollste Botschaft, die ein Mensch jemals bekommen kann.
Was bedeutet Jesu Tod für mich?
Hast du bei dem Moralcheck „Bin ich gut genug für Gott?“ nicht die volle Punktzahl erreicht? Diese Defizitpunkte lagen damals auf Jesus. Kannst du dir das vorstellen? Das, was dich vielleicht schon lange auf dem Gewissen drückt, hat Jesus damals bezahlt.
Aber wie funktioniert das praktisch? Aber bedeutet Jesu Tod automatisch, dass jeder Mensch gerettet ist? Und wenn nicht: Wie wird diese Versöhnung persönlich wirksam? Wie kann ich die Versöhnung mit Gott ganz praktisch für mich annehmen? Mehr dazu in der nächsten Einheit.
Du bist „zufällig“ auf genau diese Seite gestoßen? Und willst der Frage auf den Grund gehen, welches Potenzial in einer Beziehung zu Gott für dich liegt? Dann starte jetzt mit dem kostenlosen Infokurs „Mein Weg zu Gott“.
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