Ein neuer Start mit Gott
Hast du die Entscheidung für Gott getroffen? Wenn ja – herzlichen Glückwunsch. Damit beginnt kein problemloses Leben, aber ein Leben mit neuer Perspektive, echtem Sinn und der Möglichkeit, Gott immer besser kennenzulernen.
Und jetzt? Wie geht es weiter? Wie ein neugeborenes Kind Nahrung, Beziehung und Fürsorge braucht, braucht auch dein neues geistliches Leben Wachstum. In dieser Abschlusslektion geht es deshalb um konkrete nächste Schritte: Bibel, Gebet, Gemeinschaft, Bekenntnis, Taufe, Gemeinde und darum, deinen Glauben liebevoll weiterzugeben.
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Meine nächsten Schritte
Markiere unterwegs, welche Schritte du für dein neues Leben mit Gott konkret angehen möchtest.
Deine Grundlage: Gnade
Um vor Gott gerecht zu werden und in Gottes Reich zu kommen, musst du kein Konto guter Taten füllen. Die Grundlage ist Gnade: Gott ist in Jesus Christus auf dich zugekommen.
„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade“
Glaube ist eine bewusste Vertrauensentscheidung und nicht von jeder Gefühlsschwankung abhängig. Zu einer Hinwendung zu Gott gehören auch die Abkehr vom Bösen, Reue und Buße über die Schuld im eigenen Leben.
Wenn du dich Christus anvertraut hast, beginnt ein neues Leben, in dem Gottes Geist dich prägt. Eine echte Umkehr bleibt deshalb nicht folgenlos: Dein Denken, dein Gewissen und deine Prioritäten dürfen sich Schritt für Schritt verändern.
Christsein ist dabei keine Garantie für ein problemloses Leben. Man kann es mit einer Bootsfahrt vergleichen: Manches Manöver gelingt gut, manchmal schlagen Wellen ins Boot. Aber Gott bleibt derjenige, dem du vertrauen darfst und in dessen Nähe du wachsen kannst.
Wachstum in der Nachfolge
Jüngerschaft klingt theologisch, ist aber sehr praktisch. Jesu Jünger verbrachten Zeit mit ihm, lernten von ihm und folgten ihm nach. Auch dein neues geistliches Leben soll wachsen. Wie ein Baby Nahrung und Fürsorge braucht, braucht dein Glaube Beziehung zu Gott und geistliche Nahrung.
Mach es dir deshalb zum Anliegen, in deiner Beziehung zu Gott zu reifen. Schau mal, was Jesus über die Nachfolge als Jünger sagt:
„Und zu allen sagte er: „Wenn jemand mein Jünger sein will, dann muss er sich selbst verleugnen, er muss täglich sein Kreuz aufnehmen und mir folgen.“
Für dieses Wachstum helfen dir besonders vier Werkzeuge:
Bibel und Gebet
Die Bibel: Gott kennenlernen
Die Bibel ist ein wesentliches Werkzeug, um in deiner Beziehung zu Gott zu wachsen. Sie hilft dir zu verstehen, wie Gott ist, wie er dich sieht und wie du Jesus ähnlicher werden kannst. Wenn du gerade anfängst, starte bei den Evangelien Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes.
Wenn dich die Frage beschäftigt, ob man der Bibel vertrauen kann, findest du dazu mehr in Lektion 2 „Die Einzigartigkeit der Bibel“.
Es kann hilfreich sein, diese Entscheidung nicht von Fall zu Fall zu treffen, sondern als Grundsatzeinscheidung. Die Zeit mit Gott sollte ein fester Bestandteil meines Tages sein.
Gebet: Mit Gott reden
In der Bibel redet Gott zu dir. Im Gebet redest du mit Gott. Verstehe Gebet als echtes Gespräch von Kind zu Vater: Teile mit Gott, was dich freut, wofür du dankbar bist, was dich beschäftigt und wo du Hilfe brauchst.
Wie in einer gesunden Ehe sollte Kommunikation reichlich gepflegt werden. Praktiziere das Gebet also nicht punktuell und sporadisch, sondern stell dir das Gebet als eine Art Standleitung zu Gott vor. Eine fortwährende Verbindung, die du gerne und oft aufgreifst. Jeder Tag wird dir Gelegenheiten zum Gespräch mit Gott geben.
Nicht allein wachsen
Lebe dein Christsein nicht allein. Ein erfahrener Christ oder eine erfahrene Christin kann dir helfen, Fragen zu klären, dich zu ermutigen und deinen Weg mit Gott einzuordnen. Wenn du einen Gesprächspartner vermittelt bekommen möchtest, schreibe an mentor(at)meinwegzugott.info.
Auch eine Kleingruppe oder ein Hauskreis kann sehr wertvoll sein: gemeinsam in der Bibel lesen, beten, Fragen stellen und füreinander da sein. Gerade wenn Einsamkeit ein Thema für dich ist, kann Gemeinschaft eine wichtige Hilfe sein. Dazu findest du auch mehr unter „Was tun gegen Einsamkeit?“.
Bekenntnis und Taufe
Bekenne dich zu deiner Beziehung zu Gott
„Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel nicht kennen.“
Erzähle anderen liebevoll und respektvoll von dem, was du mit Gott erlebst. Es geht nicht um Besserwisserei, sondern um dein persönliches Zeugnis. Beispiele dafür findest du auf unserer Seite „Lebenszeugnisse von Christen“.
Die Taufe als bewusster Schritt
Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis deiner bewussten Entscheidung für Gott. Sie macht sichtbar, dass dein altes Leben mit Christus begraben ist und du in einer neuen Wirklichkeit mit ihm leben möchtest.
„Oder wisst ihr nicht, dass alle von uns, die auf Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod eingetaucht worden sind? Durch das Eintauchen in den Tod sind wir also mit Christus zusammen begraben worden, damit so, wie Christus durch die herrliche Macht des Vaters von den Toten auferweckt wurde, wir nun ebenfalls in dieser neuen Wirklichkeit leben. Denn wenn wir mit seinem Tod vereinigt worden sind, werden wir es auch mit seiner Auferstehung sein.“
Wenn du noch nicht aufgrund einer eigenen Entscheidung getauft wurdest, denk darüber nach und bete darüber, ob dieser Schritt für dich dran ist. In vielen Gemeinden kannst du dich dazu zunächst unverbindlich informieren oder einen Taufkurs besuchen.
Eine geistliche Heimat finden
Christsein ist nicht als Alleingang gedacht. Gemeinde ist ein Ort, an dem Christen gemeinsam wachsen, füreinander beten, sich gegenseitig stärken und Verantwortung füreinander übernehmen können.
„‹Lieber Timotheus›, ich schreibe dir das alles, obwohl ich hoffe, dich bald besuchen zu können. Wenn sich mein Kommen aber verzögert, sollst du wissen, wie man sich im Haus Gottes verhalten muss. Damit meine ich die Gemeinde des lebendigen Gottes, den Stützpfeiler und das Bollwerk der Wahrheit.“
Eine Fichte, die alleinsteht, wird leichter umkippen als eine Fichte in einem starken Verband anderer Bäume. Ähnlich kann auch eine Gemeinde Halt geben, gerade wenn Gegenwind kommt.
Solche Erfahrungen sind ernst zu nehmen. Leider handeln auch Christen nicht immer so, wie es Gottes Willen entspricht. Trotzdem hat Gemeinde in der Bibel einen besonderen Stellenwert. Suche deshalb nicht nach einer perfekten Gemeinde – die gibt es nicht – sondern nach einer gesunden geistlichen Heimat.
Worauf kannst du achten?
Die Bibel sollte die wichtigste Grundlage sein. Biblische Wahrheiten sollten nicht verwässert oder selektiv ausgeblendet werden.
Traditionen sollten nicht zu zusätzlichen Gesetzen werden. Gemeinde sollte nicht über biblische Wahrheiten hinaus neue Pflichten erfinden.
Die Gemeinde sollte von lebendigen Beziehungen zu Gott geprägt sein.
Menschen sollten ihr Christsein mit Hingabe leben.
Deinen Glauben weitergeben
Stell dir vor, du wärst auf der Titanic und wüsstest den Weg zu den Rettungsbooten. Würdest du diese Information für dich behalten? Wenn du selbst Hoffnung gefunden hast, darfst du auch andere Menschen liebevoll dazu einladen, sich auf die Suche nach Gott zu machen.
Du musst keine theologischen Vorlesungen halten. Sei einfach ein Zeuge und erzähle ehrlich davon, was du selbst erlebt hast. Dein Weg mit Gott kann für einen anderen Menschen ein wichtiger Impuls sein. Oder auch ganz praktisch:
Mein persönlicher nächster Schritt
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Schön, dass du diese Reise bis hierher mitgemacht hast.
Vielen herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, über Gott, Glauben und deine Beziehung zu ihm nachzudenken. An welchem Punkt deiner Reise du gerade stehst: Hoffentlich hat dir der Kurs geholfen, die geniale Botschaft der Bibel klarer zu erfassen und gute nächste Schritte für deinen eigenen Weg zu finden.
Wenn noch Fragen offen sind, du ein Gespräch brauchst oder dir Gebet wünschst, bleib damit nicht allein. Du darfst dich jederzeit gerne melden.
Vielleicht kennst du jemanden, für den dieser Kurs ebenfalls hilfreich sein könnte. Dann wäre es schön, wenn du „Mein Weg zu Gott“ weiterempfiehlst oder die Person einfach einlädst, den Kurs gemeinsam mit dir zu machen.
Ich wünsche dir eine gute und gesegnete Reise auf deinem Weg zu – oder mit – Gott.
Walter von „Mein Weg zu Gott“
Du bist „zufällig“ auf genau diese Seite gestoßen? Und willst der Frage auf den Grund gehen, welches Potenzial in einer Beziehung zu Gott für dich liegt? Dann starte jetzt mit dem kostenlosen Infokurs „Mein Weg zu Gott“.
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