Kommen alle in den Himmel?
Wenn Jesus Christus für uns den Preis bezahlt hat – kommen wir dann alle in den Himmel? Also eine automatische Rettung und am Ende eine Gleichbehandlung für alle? Egal, ob man sich im Leben für oder gegen Gott entschieden hat? Ob man ihm gefolgt ist oder ihn ignoriert hat?
Die Bibel beschreibt Rettung nicht als automatischen Zustand für alle Menschen, sondern verbindet sie immer wieder mit Glauben. Das ewige Leben wird dem Menschen nicht unabhängig von seiner Haltung zu Gott einfach zugesprochen.
Allein um Gottes Liebe zu wissen, heißt noch nicht, auch automatisch für die Ewigkeit gerettet zu sein. Was ist also erforderlich, um tatsächlich auch in den Genuss dieses großartigen Geschenks zu kommen? Dabei gibt es den Schlüsselbegriff „Buße“ in der Bibel. Jesus selbst sprach von einer „Neugeburt“. Was hat es damit auf sich? Erfahre mehr über dieses sehr wichtige Thema in dieser Lektion 9.
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Kommen alle Menschen in den Himmel?
„Wenn Jesus für die Schuld der Welt bezahlt hat, dann sind wir doch alle automatisch gerettet. Oder nicht?“ Denken wir noch mal zurück: Gott hat den Menschen mit einem freien Willen geschaffen. Der Mensch kann sich für Gott entscheiden, aber er muss das nicht tun.
Welchen Sinn würde es machen, wenn Gott am Ende dann doch wieder das Prinzip der freien Entscheidung aushebeln und alle Menschen gleich behandeln würde? Das wäre inkonsequent, oder? Und: Es wäre auch nicht gerecht. Lass uns auf einen Schlüsselvers schauen:
„Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einen und einzigartigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.“
Das ist einer der bekanntesten Verse der Bibel. Halten wir gleich einige Aspekte fest:
- Gott hat die Welt geliebt.
- Diese Liebe fand ihren Ausdruck darin, dass Gott seinen Sohn gab. Die Schuld der Welt wurde auf Jesus gelegt, der dafür mit seinem Leben und mit seinem Blut am Kreuz bezahlte.
- Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen.
- Das ewige Leben wird nicht einfach übergestülpt, egal wie du zu Gott stehst. Nein, das ewige Leben und die Rettung für die Ewigkeit sind an etwas ganz Wichtiges geknüpft: den Glauben.
Schauen wir noch auf eine andere wichtige Stelle: Jesus selbst fasste den Ruf zur Umkehr und zum Glauben sehr klar zusammen:
„Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“
Was ist „Buße“?
Und jetzt fragst du dich vielleicht: „Buße – was ist das denn eigentlich?“Mit Buße meint die Bibel nicht Selbstbestrafung, sondern eine innere Umkehr: Schuld erkennen, sich Gott zuwenden und den bisherigen Kurs ändern.
Schauen wir auf ein Gleichnis, das Jesus selbst erzählte: Da war ein Pharisäer, also ein Mensch aus der religiösen Elite der damaligen Zeit. Und da war auch ein Zöllner, also ein besonders verachtetes Mitglied der damaligen Gesellschaft. Beide beteten zu Gott. Lassen wir die Bibel selbst zu Wort kommen:
„Der Pharisäer stellte sich hin und betete für sich: 'Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen Menschen, all diese Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder wie dieser Zolleinnehmer dort. Ich faste zweimal in der Woche und spende den zehnten Teil von all meinen Einkünften.' Der Zolleinnehmer jedoch blieb weit entfernt stehen und wagte nicht einmal, zum Himmel aufzublicken. Er schlug sich an die Brust und sagte: 'Gott, sei mir gnädig. Ich bin ein Sünder.' Ich sage euch: Dieser Mann wurde ‹von Gott› für gerecht angesehen, als er nach Hause ging, der andere nicht. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“
Jesus macht deutlich: Nicht der religiös selbstsichere Pharisäer ging vor Gott gerechtfertigt nach Hause, sondern der Zöllner, der seine Schuld erkannte und um Gnade bat. Was hatte der Zolleinnehmer anders gemacht als der Pharisäer? Er war sich seiner Schuld vor Gott bewusst und betete aus ehrlichem Herzen. Er bereute und flehte Gott um Gnade an. Und genau das ist das Prinzip. Also:
Schuld vor Gott erkennen.
Gott um Vergebung bitten und Jesus vertrauen.
Umkehren und den weiteren Lebensweg bewusst mit Gott gehen.
„Der Gottlose verlasse seinen Weg, / der Schurke seine schlimmen Gedanken! / Er kehre um zu Jahwe, damit er sich seiner erbarmt, / zu unserem Gott, denn er ist im Verzeihen groß!“
Kann ich noch mal ganz von vorne anfangen?
Jesus beschreibt diesen Neubeginn so radikal, dass er von einer neuen Geburt spricht: Die Beziehung zu Gott wird nicht einfach ein bisschen verbessert. Es beginnt etwas grundlegend Neues. Es beginnt eine reale Beziehung zu Gott, die das Leben zunehmend verändert. Das, was bei Adam und Eva beim Sündenfall gestorben ist, wird mit der Umkehr zu Gott wieder lebendig.
„Ich versichere dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht einmal sehen.“
Der Geist des Menschen kommt in eine aktive und reale Beziehung und Verbindung zu Gott, dem Schöpfer. Merkst du was? Das ist kein automatischer Prozess, der unterschiedslos über jeden Menschen kommt. Das rettende und erlösende Opfer von Jesus Christus ist kein Freifahrtschein für alle, sondern ein Angebot für diejenigen, die dieses Geschenk annehmen wollen. Wenn man dieses Geschenk annimmt, ist man nicht mehr derselbe wie vorher.
Wenn du miterleben magst, wie andere Menschen vor dir einen echten Neustart mit Gott geschafft haben, kannst du dich ergänzend mit einigen Lebenszeugnissen beschäftigen:
Ein Neustart ist auch für dich möglich. Schau mal, welche wunderbare Zusage Gott macht:
„Wenn wir unsere Sünden eingestehen, zeigt Gott, wie treu und gerecht er ist: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von jedem begangenen Unrecht.“
Wie kann ich zu Gott umkehren?
Mit Jesus hast du die Möglichkeit, noch einmal von Neuem anzufangen. Gott will deine Schuld vergeben. Er wünscht sich einen Neustart für dein Leben. Merkst du, wie viel Hoffnung in diesen Worten steckt?
Bei diesem neuen Kurs sitzt du nicht mehr allein am Steuerrad deines Lebens, sondern vertraust Gott bewusst die Führung an, in dem Glauben, dass dein Leben unter seiner Regie am besten gelingen kann. Was braucht es dazu? Glauben und Vertrauen. Die Bibel bringt die Bedeutung des Glaubens sehr klar auf den Punkt:
„Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.“
Wichtig:
Was ist bei dieser Rettungsaktion nicht aufgetaucht?
Nein, du kannst jetzt zu Gott umkehren. Eine reale Beziehung zu Gott ist möglich. Jetzt! Auch für dich.
In der nächsten Lektion geht es um einen möglichen Gamechanger für deine Gegenwart und deine ewige Zukunft.
Übrigens: Wenn du dir wünschst, glauben zu können, aber nicht weißt, wie das gehen kann, schau doch gerne auf die Themenseite „Wie kann ich glauben lernen?“.
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